förderer mit tradition
Mit rund 1.400 Mitgliedern gehören die Dortmunder Theater- und Konzertfreunde zu den größten Kulturvereinen ihrer Art in Deutschland. Die Mitglieder sind Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger aus allen Kreisen.

Das Dortmunder Theater- und Konzertleben ist der Fokus des Vereins. Bei seiner Gründung im Jahr 1965 unterstützt er das im Bau befindliche neue Theater. Ebenso sind die Theater- und Konzertfreunde entscheidend mit dabei, als es um die Errichtung des Konzerthauses geht.

 

Das Theater mit seinen fünf Sparten und das Konzerthaus bilden nunmehr die sechs kulturellen Elemente in Dortmund, denen sich die Theater- und Konzertfreunde zuwenden.

 

 

 

Der „KultUrknall"

 

Die im Jahr 1966 bevorstehende Eröffnung des neuen Theaterbaus ist der auslösende Anlass zur Gründung eines Fördervereins. Am 5. Januar 1965 gründen Bürger und Unternehmen um Dr. Ferdinand Marx den „Verein zur Förderung der Städtischen Bühnen Dortmund e. V.", um das neue Theater unter der Leitung von Wilhelm Schüchter finanziell zu unterstützen.

 

Dr. Ferdinand Marx besitzt neben den guten Verbindungen zur Wirtschaft das Geschick, Unternehmer und Bürger für einen Förderverein zu gewinnen. Zur Gründung des Vereins finden sich die Vertreter des Bergbaus, der Eisen- und Stahlindustrie, Elektrizitätswerke, Banken und Versicherungen, Brauereien sowie einzelne Geschäftsleute, private Spender und Stiftungen zusammen.

 

Der Verein beschränkt sich zu Beginn auf die „stille Förderung" und hat nicht die Entfaltung kultureller Aktivitäten im Sinn. Im Gründungsprotokoll heißt es wörtlich: „Es ist nicht daran gedacht, einen großen Personenkreis, insbesondere auch nicht (handschriftlich eingetragen: eine größere Anzahl von) Einzelpersonen, zum Beitritt aufzufordern; im wesentlichen sollen die Mitglieder aus zahlungskräftigen Firmen bestehen."

 

Ab 1975 erweitert der Verein seine Aktivitäten unter dem Vorsitz von Dr. Richard Schulte mit Eigenveranstaltungen wie „Plauderei mit Künstlern" und „Wir stellen vor". Der Verein wandelt sich in dieser Zeit zum Sprecher der Theaterbesucher. Er nutzt verstärkt die Medien und erlebt eine rasche Expansion.

 

Der Verein fördert fortan das kulturelle und gesellschaftliche Leben durch programmatisch ausgewählte Konzerte in anspruchsvollem Rahmen, Vorträge, Werkeinführungen mit Probenbesuchen, Besichtigungen, Podiumsgesprächen und vieles andere mehr.

 

Das den Spielplan des Theaters begleitende Programm krönt der Verein im Jahr 1980 mit dem Opernball, den das damalige Vorstandsmitglied Ulrich Andreas Vogt für die Dortmunder Gesellschaft inszeniert. Der Dortmunder Opernball kann auf eine lange Tradition verweisen. Vorläufer waren die Bühnenfeste in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Theater- und Konzertfreunde richten diesen festlichen Opernball, der weit über Dortmund hinaus zu den begehrten gesellschaftlichen Ereignissen zählt, in Zusammenarbeit mit dem Theater aus. Große Namen zieren die Liste der Stargäste,  u.a. René Kollo, Agnes Baltsa, Peter Seiffert, Stefania Bonfadelli, Mirella Freni, Salvatore Fisichella, Johan Botha, Jonas Kaufmann und Anja Harteros.

 

„Der Bajazzo" wird Anfang der 80er-Jahre zum Vereinsemblem. Getreu diesem Bild trommelt der Verein unentwegt um Spenden für den Erhalt und die Förderung von Kunst und Kultur in der Region. „Der Bajazzo" ist zugleich Namensgeber des im Jahre 1984 vom Verein als „Ferdinand-Marx-Preis" ins Leben gerufenen Förderpreises, der vorwiegend an jüngere Künstler vergeben wird, die durch ihre Leistungen auf sich und das Dortmunder Kulturleben aufmerksam machen.

 

Neben den eigenen Veranstaltungen wie Konzerten, Festabenden, Opern-, Konzert- und Theaterreisen unterstützt der Verein zahlreiche Aufführungen im Musiktheater, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater und Konzerthaus, insbesondere aus den Erlösen der Opernbälle. Ohne diese Förderung hätten viele Produktionen nicht oder nicht so reichhaltig ausgestattet und qualitativ hochwertig durchgeführt werden können.

 

Der Verein unterstreicht sein soziales Engagement durch die 2012 geschlossene Partnerschaft mit der Kulturloge Ruhr. Hierüber erhalten kulturinteressierte, bedürftige Menschen Freikarten zu Theater- und Konzertbesuchen.

 

Am 5. September 2013 ruft der Verein gemeinsam mit der Stiftung „help and hope" die Bajazzo-Stiftung ins Leben. Der Gründungsstifter „help and hope" überträgt der Bajazzo-Stiftung 100.000 Euro, die der Verein als Treuhänder verwaltet. Die Bajazzo-Stiftung unterstützt die Aus- und Weiterbildung von Kindern, Jugendlichen und jüngeren Künstlern auf den Gebieten Theater, Musik, Literatur und Bildende Kunst. Die in der Region ansässigen Unternehmen, Institutionen und Bürger sind aufgerufen, das Stiftungsvermögen zu mehren, damit Förderungen und Auszeichnungen regelmäßig vergeben werden können.

 

Der Verein ist mittlerweile auf rund 1.400 Mitglieder angewachsen. Nur auf dem Fundament einer Unterstützung durch weite Kreise der Bevölkerung können sich die Theater-und Konzertfreunde nachhaltig für ein reichhaltiges kulturelles Leben in Dortmund einsetzen. Diese breite Akzeptanz ermöglicht einen Etat zur Förderung von Theater und Konzerthaus sowie weiterer Veranstaltungen von bis zu 200.000 Euro je Jahr. Im Laufe seiner 50-jährigen Geschichte hat der Verein das Dortmunder Kulturleben mit über 5 Mio. Euro gefördert. 

Herzlich gedankt sei allen Sponsoren, Förderern und Mitgliedern, die viele großartige kulturelle Ereignisse ermöglicht haben.

 

 

Die Vorsitzenden des Vorstands seit Gründung:

 

Dr. Ferdinand Marx † (1965 bis 1974)

Dr. Dr. h. c. Richard Schulte † (1974 bis 1985)

Ulrich Andreas Vogt (1985 bis 1994)

Werner Ackermann (1994 bis 2002 und 2005 bis 2007)

Prof. Dr. Michael Hoffmann (2002 bis 2005 und 2007 bis 2015)

 

Der Vorstand seit April 2015:

 

Michael Petmecky, Vorsitzender

Prof. Dr. Lutz Aderhold, stellvertretender Vorsitzender

Dr. Dirk Schneider, stellvertretender Vorsitzender

Jan Knizia, Schatzmeister

Dr. Antje Ahrens, Beisitzerin

Hans-Dieter Sonntag, Beisitzer

Dr. Gunther Lehleiter, Beisitzer