| Weltstar ohne Starallüren | 26.12.2010
Eine musikalische Reise durch die Operngeschichte treten die Dortmunder Philharmoniker unter GMD Jac van Steen mit der „Eur-Oper-Gala“ am 6. Februar im Konzerthaus an – mit den Theater- und Konzertfreunden als Reiseleitern. Stargast des Abends ist die armenische Sopranistin Hasmik Papian. Professor Michael Hoffmann, Vorsitzender der Theater- und Konzertfreunde Dortmund, traf die sympathische Künstlerin vorab im Hotel LaCiliegina in Neapel, wo sie bis zum 17. Dezember 2010 die Titelrolle der Tosca sang. Wir haben am vergangenen Tag mit großer Begeisterung die Aufführung der Tosca im ausverkauften Teatro di San Carlo verfolgt. Das Ambiente des ältesten Opernhaus Europas ist nicht mit dem Konzerthaus in Dortmund zu vergleichen. Wo singen Sie lieber?
Meine Karriere begann vor 20 Jahren in Bonn und an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Ich werde zum ersten Mal in Dortmund sein und freue mich besonders auf das Konzerthaus, da seine Akustik hoch gelobt wird.
Das musikalische Programm der Eur-Oper-Gala ist eine musikalische Reise von Nord -nach Südeuropa. Auf welche Lieder; die Sie singen werden, freuen Sie sich denn besonders?
Ich habe gehört, dass Dvoraks „Rusalka“ momentan am Dortmunder Opernhaus aufgeführt wird. Ich freue mich besonders auf „Das Lied an den Mond“, das ich allerdings in Tschechisch singen werde. „Solveigs Lied“ aus Edvard Griegs „Peer Gynt“ wird einer der Höhepunkte sein. Sie sind weltweit in allen großen Opernhäusern der Welt gefragt, u. a. in Berlin, Wien, Barcelona, Stockholm, Amsterdam, Montreal, Denver und in New York.
Haben Sie noch Zeit für Ihre Familie?
Ich lebe in Wien und habe das Glück, das meine Mutter sich um meine neunjährige Tochter Siri (das heißt auf armenisch „süße Liebe“) kümmern kann. Mein Mann ist Dramaturg und arbeitet in Zürich. Wann immer es sich einrichten lässt, fliegen wir nach Hause, auch wenn es nur für ein paar Tage ist. Weihnachten feiern wir in unserem Haus in Armenien, da auch meine Brüder dort leben.
Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus?
Ich werde in Armenien die Aida singen. Mein Traum wäre es, einmal in Bayreuth aufzutreten.
Quelle: derwesten.de
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