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Spacer Flanieren beim Dortmunder Opernball | 09.05.2010

So reich die Politik-Prominenz, die Opernsänger beim 12. Opernball der Theater- und Konzertfreunde am Samstag als Doubles aufmarschieren ließen, auf der Opernhaus-Bühne war, so arm war sie im Saal.

Zu den 1170 Tisch- und 75 Flaniergästen der Theater- und Konzertfreunde gehörten bei diesem größten gesellschaftlichen Ereignis der Stadt Joachim Pohlmann und Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Kulturdezernent Jörg Stüdemann ließ sich entschuldigen; an seiner Stelle eröffnete CDU-Bürgermeister Manfred Sauer um 23 Uhr den Ball, nachdem er mit Prof. Michael Hoffmann, dem Vorsitzenden des Gastgeber-Vereins, Opernintendantin Christine Mielitz zum Tanz auf die Bühne geführt hatte.

Champagner- und Cocktailbar

Ihnen folgten 54 Debütantinnen und Debütanten der Tanzschule Gödde in blütenweißen Kleidern. Es war ein glanzvolles Fest in den elegant goldenen geschmückten Foyers, an der Austern-, Champagner- und Cocktailbar, an Roulette-Tischen, an denen das Casino Hohensyburg zum kostenlosen Spiel einlud, und TenorJonas Kaufmann als glanzvollem, einem „Local hero" der Kulturhauptstadt würdigen Stargast.

Das Ballgeflüster tuschelte, dass der Weltstar auch wegen seiner Tischnachbarin, Dominique Caron, der persönliche Referentin von Christine Mielitz, gekommen war. Mit in Jaipur gebratenen Riesengarnelen, Steak vom Angus-Rinderfilet und einer Lasagne von der Valrhona-Schokolade stärkten sich die Ballgäste zwischen Gala-Programm und Tanz auf der Bühne und in allen Foyers.

Late-Night-Show

Den Zeitplan hatten die Organisatoren diesmal gestrafft, so dass die Nacht kurzweilig wurde, viel Zeit zum Tanzen und Flanieren blieb und die „Late-Night-Show des Balletts pünktlich um 0.30 Uhr beginnen konnte. Eine getanzte Modenschau und Spitzentanz zu futuristischer Musik hat Xin Peng Wang für den Ball neu choreografiert - und ein hinreißendes Chopin-Solo für Primaballerina Monika Fotescu-Uta. Das hatte Gala-Format.

Schleppender lief die Versteigerung der acht Designer-Abendroben von Elke Walter, die auch die Kleider fürs Ballett „Krieg und Frieden" entworfen hat. Nicht mehr als die Startgebote von 900 Euro erreichten fünf Kleider, drei weitere Kleider kamen für 1000, 1400 und 1800 Euro unter den Hammer. - Insgesamt 8600 Euro fürs Ballett.

Wiener Walzer-Glanz

Weil das der Designerin Leid tat, spendete sie spontan ein weiteren, sehr extravagantes schwarzes Kleid im Wert von 3900 Euro - allerdings nur in Größe 36, was die Ballgäste auch vom Mindestgebot 900 Euro abhielt.

Eine Nacht lang sonnte sich Dortmund im Wiener Walzer-Glanz, inklusive Ballgeschenk für die Damen, Partystimmung in den Foyers und „Alles Walzer" mit den Philharmonikern und ihrem Chef Jac van Steen als OpernBall-Debütant am Pult. Aus Sternenstaub", wie das Motto von Christine Mielitz‘ 4. Opernball lautete, wurde zehn Stunden lang Sternenglanz.

Quelle: ruhrnachrichten.de/Foto:Schaper

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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